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„Mittendrin“ in den Herausforderungen unserer Zeit

Mit einem festlichen Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn wurde am ersten Sonntag des Libori-Festes das Hochfest des heiligen Liborius gefeiert. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz stand dem Gottesdienst vor, an dem zahlreiche Bischöfe aus Deutschland und der Weltkirche konzelebrierten. Viele Gläubige nahmen an der Feier teil und füllten den Dom.

Im Anschluss an das Pontifikalamt zogen das Allerheiligste und der vergoldete Schrein mit den Reliquien des heiligen Liborius in einer feierlichen Prozession durch die Paderborner Innenstadt. Dank der Live-Übertragung in Bild und Ton konnten Gläubige und Interessierte weltweit den Gottesdienst und die Prozession mitverfolgen.

„Mittendrin“ – dieses Leitwort wurde dabei sichtbar erlebbar: Die Gläubigen begleiteten ihren Schutzpatron durch die Straßen der Stadt, vorbei an Besucherinnen und Besuchern des Pott-Markts sowie an Menschen, die den Sonntagvormittag in den Cafés verbrachten. Dem von den Schreinträgern der Libori-Bruderschaft getragenen Reliquienschrein wurde traditionell ein Fächer aus Pfauenfedern vorangetragen. Er erinnert an den Pfau, der der Überlieferung nach im Jahr 836 der Prozession vorausflog, mit der die Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans nach Paderborn überführt wurden.

Vor dem Paderborner Rathaus machte die Prozession an einer Stationsfeier Halt. Nach den Fürbitten spendete Weihbischof Matthias König mit dem Allerheiligsten den sakramentalen Segen. Anschließend kehrte die Prozession in den Hohen Dom zurück, wo der Libori-Schrein wieder im Hochchor zur Verehrung aufgestellt wurde.

Einen besonderen Beitrag zum festlichen Charakter des Patronatsfestes leistete auch in diesem Jahr die Paderborner Dommusik. Die Sängerinnen und Sänger der verschiedenen Chöre gestalteten gemeinsam mit Orchester, Domorganist und Solistinnen und Solisten den Gottesdienst und die Prozession auf eindrucksvolle Weise. Ihr musikalisches Engagement verlieh den Feierlichkeiten einen würdigen und festlichen Rahmen. Allen Mitwirkenden gilt dafür ein herzlicher Dank. Wir freuen uns auf zwei weitere Libori-Tage mit festlicher Musik, die das Patronatsfest auch über die Feierlichkeiten hinaus nachklingen lässt.

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