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Musik, Begegnung und volle Kirchen

Ein angenehmer Sommerabend, stimmungsvolle Kirchen und Musik von Bach bis ABBA: Das war die „Lange Nacht der Kirchen“ 2026 in Paderborn. Längst hat diese spätsommerliche Gemeinschaftsveranstaltung einen festen Platz im Paderborner Kulturkalender gefunden.

Ein Abend voller Musik, Atmosphäre und Begegnung: Die „Lange Nacht der Kirchen“ hatte an diesem Samstag erneut zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Paderborner Innenstadt geführt. Bei freiem Eintritt öffneten die Kirchen ihre Türen und boten den Gästen ein abwechslungsreiches Programm mit Chören, Bläsern, Instrumentalsolisten und Orgelmusik. Viele Kirchen waren dabei bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die erwartungsvollen Gäste konnten an vielen Orten Paderborn musikalisch neu entdecken. Von Bach bis ABBA, von festlicher Chormusik bis zu überraschenden Orgelimprovisationen – das vielfältige Programm machte den Abend zu einem besonderen Erlebnis. Die Innenstadtkirchen wurden für eine Nacht zu außergewöhnlichen Konzertorten.

Ein feierlicher Auftakt
Traditionell begann der Abend um 19 Uhr mit dem feierlichen Beiern der Glocken der Gaukirche. Beiern bezeichnet das manuelle Anschlagen unbewegter Kirchenglocken mit ihren Klöppeln, um festgelegte Rhythmen oder Melodien zu erzeugen. Früher kündigte man auf diese Weise hohe kirchliche Feiertage oder Kirmes- und Dorffeste an. In diesem Jahr eröffneten die eindrucksvollen Glockenklänge den vielseitigen musikalischen Abend.
Anschließend konnten die Gäste zwischen zahlreichen Kirchen und Konzertorten wandeln. Mit dabei waren unter anderem der Hohe Dom, die Gaukirche, die Franziskanerkirche, die Herz-Jesu-Kirche, die Marktkirche und die Abdinghofkirche sowie weitere besondere Kirchenräume in der Paderborner Innenstadt.
Ein besonderer Ort war wieder einmal der reizvoll illuminierte Kreuzgang der Busdorfkirche, der vielen Paderbornerinnen und Paderbornern auch als „Pürting“, Auftrittsort für gemeinsamen Gesang zweier Chorgemeinschaften.
Zahlreiche Chöre, Ensembles und Musikerinnen und Musiker sorgten überall für ein abwechslungsreiches Programm und zeigten die große musikalische Vielfalt der Paderborner Kirchen.

Von Bach bis ABBA
Ob Alte Musik, romantische Chormusik, festliche Bläserklänge oder bekannte Melodien aus Pop und Rock: Bei der „Langen Nacht der Kirchen“ war für viele musikalische Vorlieben etwas dabei. Ein besonderer Höhepunkt war das Programm „Wünsch dir was!“ an der Domorgel.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer durften vorab per E-Mail ihre Lieblingswerke oder -songs einreichen, die sie gerne einmal auf der Domorgel hören wollten. In kurzweiligen Improvisationen brachte Domorganist Tobias Aehlig zahlreiche Wünsche zum Klingen.
So verwandelte er die Musikwünsche aus dem Publikum in spontane musikalische Überraschungen – von Bachs berühmter Toccata bis hin zu einer Improvisation über „We Will Rock You“ von Queen. Ein musikalischer Höhepunkt des Abends!

Gemeinsam klang der Abend aus
Den Abschluss der Wandelkonzerte gestalteten die Dombläser vor dem Paradiesportal des Hohen Domes. Zum Ausklang waren im Dom unter anderem der „Sommarpsalm“ von Waldemar Åhlén, der Choral „Unam petii a Domino“ der Jungen Kantorei am Dom und der Chorsatz „Gebet“ von Moritz Hauptmann zu hören.

Nach den Dankesworten von Pfarrer Fischer erhielten die Musikerinnen und Musiker großen Applaus. Mit ihren vielfältigen und eindrucksvollen Darbietungen hatten sie für einen besonderen musikalischen Abend in Paderborn gesorgt.
Die vielen gut gefüllten Kirchen und der lang anhaltende Applaus zeigten: Die „Lange Nacht der Kirchen“ verbindet Musik, Glauben, Kultur und Begegnung und ist längst ein fester Bestandteil des Paderborner Kulturkalenders, ein Abend, der nachklingt
Besondere Musik, beeindruckende Kirchenräume und Menschen, die gemeinsam unterwegs sind – genau das macht die „Lange Nacht der Kirchen“ aus.

Wir freuen uns schon auf die nächste „Lange Nacht der Kirchen“ in Paderborn.

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